Aktivitäten

Orchideen und naturnahe Gärtnerei im Blickpunkt

 

 Am Mittwoch den 17. Juni starteten 50 Landfrauen bei schönstem Wetter aus dem Kreis Celle in den nördlichen Kreis Uelzen Richtung Wendland.

 

In Dahlenburg/Elbe wurde eine Orchideengärtnerei besucht. Ein kurzer Vortrag über verschiedene Orchideen-Arten, deren Pflege sowie das richtige Umtopfen und auch Schädlinge an den Pflanzen, wurde sehr anschaulich und kurzweilig vorgetragen. Im Anschluss konnten dort verschiedene Orchideen und Gartenaccessoires erworben werden.

 

Nach einem sehr guten und reichhaltigen Mittagessen in gepflegter Atmosphäre ging die Fahrt nach Uelzen-Veerßen in die Gärtnerei Pur Natur von Ole Beeker.

 

Er führte durch sein Reich und erklärte viele Pflanzen und Sträucher, die so nicht in anderen Gärtnereien zu finden sind. Ein besonderes Augenmerk war der Kiesgarten und die natürliche Beschattung seiner Pflanzen durch alten und neuen Baumbestand.

 

Unser nächstes Ziel war das Hofkaffee Bartels in Bokel.  Bei Kaffee und Kuchen ließen alle den Tag ausklingen, bevor wir die Heimfahrt antraten.

 

U.Tietje

 

 

Ergebnisreicher Nachmittag der Delegierten

 

In den frühen Nachmittagsstunden des 10. Aprils fanden sich die 34 Vertreterinnen der LandFrauen-Ortsvereine, des Kreisverbandes, der „Jungen LandFrauen sowie ein Vertreter des Landvolks im Landhotel Helms in Altensalzkoth ein, um gemeinsam über die Gestaltung des kommenden Jahres zu beraten und sich abzustimmen.

 

In einigen Ortsvereinen hatten sich Wechsel in den Vorständen ergeben und somit begrüßte die Vorsitzende des Kreisverbandes Ann-Katrin Berkhan auch neue Teilnehmerinnen.

 

Nachdem Ann-Katrin Berkhan von ihren Tätigkeiten des letzten halben Jahres gesprochen hatte, gab der Vorsitzende des Landvolkes Christoph Düvel einen Einblick in die Situation der landwirtschaftlichen Betriebe des Kreises, worauf die internationalen Krisen einen erheblichen Einfluss haben. Besonders erwähnte er, dass 2026 zum internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft ausgerufen wurde und dass das Landvolk junge Menschen unter dem Slogan „Dein Dorf – Deine Entscheidung“ zur aktiven Mitgestaltung des ländlichen Raumes motivieren möchte. Weiterhin warb Christoph Düvel für den „Tag des offenen Hofes“. Dieser findet am 07. Juni in Hagen statt. Schließlich dankte er den LandFrauen für das Binden der Erntekrone, die wegen der Renovierung des Kreishauses im vergangenen Jahr ihren Platz in der Albrecht-Thaer-Schule fand.

 

Christina Ziemer von den „Jungen LandFrauen“ schaute auf verschiedene gelungene Veranstaltungen zurück. Besondere Erwähnung fand die Tatsache, dass dem Instagram-Account Frauen aus dem gesamten Landkreis vorwiegend im Alter von 34 – 54 Jahren folgen.

 

Nach dem Vergangenen folgte das Künftige. Für die Reise nach Kreta können noch Anmeldungen entgegengenommen werden. Neu vorgestellt wurden die Tagesfahrten „Wein, Wissen und Genuss“, sowie „Auf den Spuren der Prinzessin Sophie-Dorothea“. Das erste Angebot führt in den Raum Uelzen und das zweite in den Heidekreis.

 

Im Herbst stehen die Ämter des Kreisvorstandes turnusgemäß zur Wahl. Die derzeitigen Mitglieder stehen für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Aus den Reihen der Delegierten bilden Anja Schepelmann, Carola Behrens und Christina Ziemer den Wahlvorstand. Jede, die sich für den Kreisvorstand bewerben möchte, kann ihre Kandidatur dort bekanntgeben.

 

In einigen Ortsvereinen ist die Leitung im vergangenen Jahr in andere Hände übergegangen. Frau Berkhan dankte den ehemaligen Vorsitzenden Heidi Böker und Gudrun Stüber, Klaudia Piliptschuk sowie Pamela Rehberg für ihr Engagement. Leider konnten die Präsente zum Abschied nicht persönlich in der Sitzung übergeben werden. Aber Uta Rantze, die aus dem Vorstand der „Jungen LandFrauen“ ausgeschieden war, weiterhin dem Kreisvorstand angehört, freute sich über die Anerkennung in Form eines Blumengesteckes.

 

Wo LandFrauen aktiv sind, möchten sie stärker auf sich aufmerksam machen. Aus diesem Grunde wurde die Gestaltung einer Beach-Flag, eines Banners und eines Roll-Ups in Auftrag gegeben und die Ergebnisse vorgestellt. Es besteht die Möglichkeit für die Vereine anhand des Designs eigene Produkte mit zu bestellen.

 

Die Werbeträger sollen eingesetzt werden beim Aktionstag „Zu gut für die Tonne“ am 30. September und an der „Wechselbude“ auf dem Weihnachtsmarkt in Celle.

 

Aus den Reihen der Delegierten kamen schließlich weitere Anregungen. Auf der Homepage des Kreisverbandes könnte ein Kalender zu platziert werden, wo alle Mitgliedsvereine die Möglichkeit erhalten, ihre Veranstaltungen bekannt zu geben. Ebenso wurde der Wunsch nach einem Workshop zu Online-Bezahlmethoden, Datensicherung auf dem Smartphone, Bildbearbeitung und Datensicherheit geäußert. Das Wissen um den Katastrophen- und Zivilschutz wird immer relevanter. Die LandFrauen aus Hohne haben bereits eine Veranstaltung in ihrem Programm aufgenommen und diese könnte gemeinsam mit dem Kreisverband durchgeführt werden.

 

Nach dem ergebnisreichen Austausch schloss die Vorsitzende Ann-Katrin Berkhan die Sitzung und ein ereignisreiches Jahr erwartet die LandFrauen im Kreis.

 

 

LandFrauen erleben Kunst aus Licht

 

In den späten Nachmittagsstunden des 28. Oktobers trafen sich die LandFrauen in der Eingangshalle des Bomann-Museums um sich im angeschlossenen Bereich des Lichtkunstmuseum über die Inspiration und die Umsetzung der Kunstobjekte informieren zu lassen. Unter dem Titel „Kometen“ feiert die Einrichtung, die vom Kunstsammler Robert Simon initiiert wurde, ihr 25-jähriges Bestehen.

 

Gegliedert in den Tag- und Nachtbereich können die Objekte im Inneren oder im Außenbereich entdeckt werden. Das Museum führt im deutschsprachigen Raum die Liste der Lichtinstallationen an.

 

Mit interessanten Informationen wusste Daphne Mattner die Zuhörerinnen mit auf die Reise zu nehmen und rief großes Erstaunen hervor.

 

Seien es die Acrylglas-Türme, die auf Spiegeln platziert sind, das Morse-Alphabet, das vom Akustik- in den Licht-Bereich transformiert wurde oder der Struwwelpeter, wo aus „Zerstörung“ Neues erschaffen wurde. Immer gab es wieder andere Blickwinkel und die Erklärungen um die Entstehung und Ausgestaltung erläuterten die beabsichtigten Botschaften.

 

Frau Mattner machte während des Rundgangs auch auf die im Stadtgebiet installierten Kunstwerke aufmerksam, die in den Abend- und Nachtstunden sichtbar sind. Gelegentlich trifft dort Moderne auf Tradition, soll die Fantasie befeuern und zum Nachdenken anregen.

 

Mit außergewöhnlichen Lichtbildern im Kopf bedankten sich die LandFrauen bei Daphne Mattner für die tolle Führung. Bei einem anschließenden Abendessen war ausreichend Gelegenheit sich über das Erlebte und Gesehene auszutauschen.

 

 

Wertschätzung von Lebensmitteln - Mein Beitrag? Mein Gewinn!

 

 

 

Zu diesem Thema hatten die evangelische Kirche und der niedersächsische LandFrauenverband nach Hildesheim und Braunschweig nun auch am 25. Oktober um 11.00 Uhr in die Celler Stadtkirche zu einer Podiumsdiskussion eingeladen.

 

In ihrer Einleitung zu dieser Veranstaltung begrüßte die Superintendentin Frau Dr. Burgk-Lempart besonders die Präsidentin der niedersächsischen LandFrauen Frau Elisabeth Brunkhorst und die Pastorin Cornelia Möller, die Referentin für Land- und Ernährungswirtschaft im Kirchlichen Dienst auf dem Lande (KDL). Die Superintendentin berichtete zudem von Erfahrungen einer Freundin, die sie beim Anbau von Gemüse gemacht hatte. Das fehlende Wissen hatte zu einem großen Misserfolg geführt. Erstaunt stellte sie fest, dass 1960 noch ca. 40 Prozent des Einkommens für den Erwerb von Lebensmitteln aufgebracht werden musste, während 2024 nur noch ca. 14 % verblieben. Jährlich werden 11 Millionen Tonnen Nahrungsmittel in den Müll geworfen, der Anteil aus den Privathaushalten beträgt hierbei

60 %. Das sind umgerechnet 76 kg pro Mitbürger.

 

Anschließend trat Frau Brunkhorst an das Rednerpult und erläuterte die Absicht der Initiative der Marktgespräche. Durch diese sollen Brücken zwischen Stadt- und Landbevölkerung, zwischen Produzenten und Konsumenten gebaut werden. In Zeiten vielfältiger Krisen spielt die Sicherheit der Ernährung eine herausragende Rolle. Doch etliche Unwägbarkeiten stellen die Erzeuger vor große Probleme. Die LandFrauen machen sich seit Jahrzehnten stark für die Wissensvermittlung über Nahrungsmittel. Sie tragen Forderungen an die Politiker heran, dementsprechende Inhalte an den Schulen zu unterrichten, und vermitteln auch selbst in Form von Projekten Ernährungslehre an den Schulen. Regional und saisonal sind Komponenten, die durchaus Einfluss auf unser Klima haben. Keine weiten Transportwege und Lagerhaltung tragen dazu bei. Superfood beschränkt sich nicht nur auf Quinoa, Chia und Co. Auch unser großes Kohlangebot gehört neben vielen anderen heimischen Erzeugnissen dazu und schont den Inhalt des Geldbeutels. Zum Schluss äußerte Frau Brunkhorst noch den Wunsch, dass Erzeuger und Verbraucher ins Gespräch kommen und gegenseitige Wertschätzung nicht außen vorbleibt.

 

Unter der Leitung von Dr. Friedrich Hauschild schilderten die Teilnehmer der Podiumsdiskussion Herr Jan Müller, Frau Sina Severloh, Frau Ann-Katrin Berkhan und Herr Bernd Zobel ihre Perspektive auf das Thema. Beginnend mit Ann-Katrin Berkhan, der Kreisvorsitzenden der LandFrauenvereine. Frau Berkhan schilderte das Engagement der einzelnen Ortsvereine, das Wissen um die Erzeugung unserer Nahrungsmittel und deren Verwertung an die Kinder und Schüler zu vermitteln. Sie berichtete auch von den Erfahrungen des eigenen Ackerbau-Betriebes zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.

Frau Sina Severloh betreibt ebenfalls mit ihrem Bruder einen landwirtschaftlichen Betrieb. Sie vermisst zunehmend die Akzeptanz der Verbraucher für die Belange ihrer Tätigkeit und fehlende Dialoge. Um diesem entgegen zu wirken, bietet sie Führungen auf ihrem Betrieb an und erklärt gerne den Kunden ihres Hofladens die Produktionszusammenhänge. In ihrem Beitrag spricht sie auch die Macht des Verbrauchers durch dessen Einkaufsverhalten an.

 

Bestätigt wird der Aspekt auch von Jan Müller, dem Inhaber mehrerer Einzelhandelsgeschäfte. Schon aus wirtschaftlichen Gründen muss er sein Sortiment derart gestalten, dass es von den Kunden angenommen wird. Auf Amüsement traf seine Bemerkung, dass jugendliche Angestellte einige Gemüsearten nicht mehr korrekt zuordnen konnten.

 

Einen völlig anderen Blick warf Bernd Zobel auf das Thema. Als Vertreter der Celler Tafel stellte er seinen Einsatz für die Einrichtung als Brückenbauer zwischen Mangel und Überfluss dar. Für ca. 3000 bedürftige Menschen ist die Tafel an 15 Ausgabestandorten aktiv. Dort werden wöchentlich ca. vier Tonnen Lebensmittel an die Kunden weitergegeben.

 

Innerhalb der Ausführungen fiel häufiger der Begriff „Entfremdung“. Durch die Anforderungen an die Gesellschaft, wird im häuslichen Bereich weniger frischgekocht. Kinder und Jugendliche werden in den Kindergärten und Schulen versorgt und abends schnell mal eine „vorgefertigte Pizza“ in den Ofen geschoben. Die Lebensmittelindustrie offeriert ein großes Angebot günstig erzeugter Produkte und das Wissen um die Vielfalt der Nahrungsmittel und ihre Zubereitung nimmt immer mehr ab. Dies wurde durch die anschließenden Beiträge der Zuhörerschaft unterstrichen.

 

Abschließend dankte Frau Burgk-Lempart für die einzelnen Ausführungen und lud zu einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen in der Kirche ein. Hier entspannen sich weitere lebhafte Gespräche.

 

 

LandFrauen informieren sich zu Vor- und Nachteilen der „Künstlichen Intelligenz“

 

 

Am 09. September um 18.00 Uhr waren alle Plätze des SÖZ in Eldingen besetzt, um sich dem Thema der Zukunftstechnologie KI zu widmen. Frau Sascha Fobbe, die den Beruf der Hörfunkredakteurin gelernt hat, als freie Journalistin arbeitet und unter anderem zu den Themen „Podcasts, Fact oder Fake und Texten mit KI“ doziert, war gerne der Einladung des Kreisverbandes gefolgt, um die Zuhörenden über die Chancen und Risiken der inzwischen sehr präsenten Technologie zu informieren.

 

Auf dem Markt tummeln sich verschiedene Anbieter, die Unterstützung bei dem Erstellen von Texten unterschiedlicher Art, dem Erzeugen von Bildern und vielem Mehr Hilfestellung offerieren. Deren Programme wurden entwickelt, mit Daten gefüttert und spucken in Sekundenschnelle ausformulierte Aufsätze aus, die jegliche persönliche Note vermissen lassen. Bei den Angeboten kann man kostenlose Dienste in Anspruch nehmen. Diese werden leider nicht archiviert und man hat später keinen Zugriff auf vorherige Texte. Weiterhin besteht keinerlei Schutz von eingegebenen persönlichen Daten. Wenn eine Bezahlvariante gewählt wird, gibt es unter verschiedenen Einstellungen die Möglichkeit frühere Erzeugnisse aufrufen zu können oder gegebene Informationen sicherer sind.

 

Frau Fobbe erläuterte den Anwesenden anhand mehrerer Beispiele die Arbeitsweise der aus dem Internet zusammengestellten Erzeugnisse. Dabei machte sie deutlich, dass der Rechner anhand der zur Verfügung stehenden Daten veraltete Bilder zeichnet und Klischees sehr stark betont. Hier erregte ein Bild grimmig schauender betagter LandFrauen beim Erntekrone binden große Heiterkeit.

 

Letztlich kam noch das Lernen der Software zur Sprache, welches auch zu Irritationen führen kann. Die Programme entnehmen den Eingaben der Nutzer Informationen, die sie weiter gebrauchen. Auf Nachfrage werden sie unsicher und ziehen sich auf ihre ursprünglichen Angaben zurück. Dadurch wurde verdeutlicht, dass die künstliche Intelligenz eine reine Rechnerleistung ist und den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge nicht kennt. Daher ist es wichtig, hier erhaltene Aussagen auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.

 

Ann-Katrin Berkhan durfte im Anschluss an den höchst informativen Vortrag den Dank der LandFrauen an Frau  Fobbe übermitteln.

 

 

LandFrauen binden Erntekrone für den Landkreis

 

Am 28. August trafen sich um 14.00 Uhr gut zwanzig LandFrauen aus dem Ortsverein Celle in der „Gourmetscheune“ auf dem Lüßmanns Hof in Hambühren. Im Vorfeld hatten viele Akteurinnen das benötigte Getreide geschnitten und Hafer sowie Weizen bereits in kleinen Sträußchen gebündelt.

 

Nun hieß es für viele helfende Hände mit der Gerste und dem Roggen ebenso zu verfahren, während die fertigen Bündel schon gleichmäßig an den Bögen des Gestells befestigt wurden.

 

Schnell nahm die Krone eine stattliche und üppige Form an und nachdem der abschließende Ring fertig umwunden war, zog die Krone die bewundernden Blicke auf sich.

 

Als Belohnung für die geleistete Arbeit stand natürlich selbstgebackener Kuchen und Kaffee bereit und der in LandFrauenkreisen beliebte Eierlikör bildete das I-Tüpfelchen während des anschließenden geselligen Beisammenseins.

 

 

Am 11. September um 10.00 Uhr wurde das traditionelle Bindewerk wie in den vielen vorangegangenen Jahren an den Landkreis Celle übergeben. Da der übliche Ort im Foyer des Kreishauses wegen Renovierungsarbeiten nicht zur Verfügung stand, fand die Krone ihren Platz im Neubau der Albrecht-Thaer-Schule in Altenhagen.

 

Im Rahmen der feierlichen Überreichung stellte Landrat Axel Flader in seiner Dankesrede den besonderen Wert der Landwirtschaft für den Celler Raum in den Vordergrund. Er verwies auf die Untrennbarkeit der Agrarwirtschaft und Gesellschaft, dem Angebot des Landvolks bei der Tour de Flur oder des offenen Hofes den Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, hinter die Kulissen der modernen Anbautechniken und Viehhaltung zu schauen. Mit Betonung unterstrich Herr Flader die vielfältige wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung, insbesondere der Schaffung von Lebensqualität für den ländlich geprägten Raum. Weiterhin dankte der Landrat den Celler LandFrauen sowie den anderen Vereinen im Kreis für ihr Engagement, Menschen zusammenzubringen, Traditionen zu bewahren, die Moderne Einzug halten zu lassen und somit einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

 

Unsere Kreisvorsitzende Ann-Katrin Berkhan verwies auf die passende Umgebung der Schule, deren Schwerpunkte auch die Landwirtschaft und Ernährung bilden und veranschaulichte die vielen kleinen Schritte, die zur Herstellung einer Erntekrone von Nöten sind. Sie schlug den Bogen von der derzeitigen Erntezeit und dem Erntedank, der Verfügbarkeit eines übergroßen und qualitativ guten Angebots in den Supermärkten und auf den Märkten in unseren Gefilden zur Zunahme der Weltbevölkerung und dem Verbrauch der Ressourcen. Angesichts des Erdüberlastungstages, der traurigerweise in diesem Jahr schon auf den 24. Juli vorgerückt ist, kommt der Erzeugung und der Wertschätzung von Lebensmitteln eine besondere Rolle zu. LandFrauen machen sich stark für die Wissensweitergabe im Bereich Ernährung. Ebenso die Unterstützung von Demenzerkrankten durch das Nähen von Nesteldecken und der Einsatz für den Erhalt unserer Demokratie liegen allen am Herzen. Mit der Ankündigung des am 25. Oktober an der Stadtkirche stattfindendes Marktgesprächs und dem Erntebittgottesdienst am 26. April in Walle bei der Familie Hemme schloss sie mit nochmaligem Dank an die Celler Akteurinnen ihren Redebeitrag.

 

Vom Landvolk brachte der Ehrenvorsitzende Jürgen Mente als Vertreter der Verantwortlichen einen Eindruck von der derzeitigen Lage und ihren Anforderungen an die Landwirte zu Gehör. Nach einem kurzen Überblick auf die Verteilung der Feldfrüchte, berichtete Herr Mente über die weitergehende Nutzung der Biogasanlagen in der Ernte, da sich das Wetter zu dem Zeitpunkt als sehr unbeständig darstellte. Die bei der Stromproduktion erzeugte Wärme diente zum Trocknen des zu feuchten Getreides. Auf der anderen Seite fehlt es aufgrund der Bodenstruktur oft am Wasser und die zugeteilten Beregnungskontingente benötigen reifliche Überlegungen, diese am sinnvollsten einzusetzen. Darüber hinaus erlebt der Roggen, der einen geringeren Wasserbedarf hat, eine Zunahme im Anbau. Dank der fundierten Ausbildung der Landwirte, die nicht selten Auslanderfahrungen besitzen, hochwertiger Pflanzenschutzmittel und Dünger, sowie fortschreitende technische Verbesserungen der Maschinen kann neben Ertrags- und Qualitätssicherung auch Umweltaspekten Rechnung getragen werden. Abschließend lud Jürgen Mente alle Interessierten im kommenden Jahr zum Tag des offenen Hofes ein, um Landwirtschaft hautnah erleben zu können und sich ein Bild der modernen Praxis zu verschaffen.

 

Last but not least durfte die Schulleiterin der Albrecht-Thaer-Schule Frau Claudia Hermann ihrer Freude über den Erhalt der Erntekrone in ihren Räumen zum Ausdruck bringen. Sie flocht ein Band aus dem Symbol der Tradition und den Werten, die an der Schule vermittelt werden. Das Motto der Schule heißt Zukunft mit Geschichte und Tradition. Die Schüler sind aufgefordert statt den Blick nur auf ihr Smartphone zu richten, die Umwelt wahr zu nehmen. Die Schulleiterin dankte für die Arbeit der LandFrauen, die das Binden der Erntekrone geleistet haben, für deren Einsatz für die Demokratie und den Werteerhalt. Claudia Hermann verwies schließlich noch auf die Zuversicht. Man kann eine Ernte gut vorbereiten, doch ob man letztlich diese gut einfahren kann, ist von vielen Faktoren abhängig und sie wünschte sich von der Gesellschaft eine Rückkehr zu Werten und zur Dankbarkeit.   

 

Letztlich bot die Schule den Anwesenden noch einen kleinen Imbiss in ihren Räumen an, der gerne angenommen wurde. Hierbei entspannen sich noch weitere tiefergehende Gespräche.

 

 

Privatgärten der Altmark

 

 

 

Unsere Gartenexkursion, bei sehr schönem Wetter, führte uns am 17. Juni in die Altmark. Der erste Garten überraschte nicht nur mit einem großen Ausmaß, sondern auch mit Keramiken, die von der Hausherrin selbst hergestellt wurden. Das Ehepaar Preetz ist schon über achtzig Jahre alt und bewirtschaftet den Garten fast alleine.

 

Unser nächstes Ziel war das Ökodorf „Sieben Linden“ in Beetzendorf/Poppau. Dort führte man uns durch das genossenschaftlich, organisierte Dorf geführt und das Leben in dieser Gemeinschaft wurde vorgestellt. Außerdem wurde gezeigt, wie man heute mit Strohballen Häuser baut sowie die Permakultur für die Eigenversorgung mit frischem Gemüse.

 

Im Anschluss gab es im großen Gemeinschaftshaus ein leckeres vegetarisches Mittagessen.

 

Unser letztes Ziel führte uns zur Familie Ehlers in Apenburg-Winterfeld. Ein 8000 qm großer Garten eines ehemaligen vier Seitenhofes, der durch seine Vielfalt uns alle sehr beeindruckte. Später gab es im eigenen, kleinen, gemütlichen Hofcafé, Kaffee und selbstgebackenen Blechkuchen in einer sehr gemütlichen Atmosphäre. Bevor der Bus uns wieder nach Hause brachte, konnten verschiedene Pflanzen, Gartenaccessoires und Honig aus der eigenen Imkerei erworben werden. So ging ein wunderschöner Tag zu Ende.

 

Das Programm hatte Sandra Raupers-Greune von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ausgearbeitet und sie führte uns auch durch diesen Tag. Vielen Dank dafür! Es war für alle Teilnehmerinnen ein besonderes Erlebnis, das mit der Bitte verbunden war, doch im nächsten Jahr weitere Gärten zu besuchen.

 

 

LandFrauen erleben die Insel der Winde

 

 

Sardinien hieß das Ziel der diesjährigen Reisen des Kreisverbandes der LandFrauen. In zwei aufeinander folgenden Wochen lernten die jeweiligen Teilnehmergruppen viel über die geografischen Gegebenheiten, Geschichte und Bewohner der mediterranen Insel, wo der Wind nur 40 Tage im Jahr ruht und die Namen der verschiedenen Richtungen poetisch anmuten. Sie heißen unter anderem Maestrale, Tramontana, Grecale oder Scirocco.

 

Der aus Südfrankreich kommende Maestrale hat über die Jahrtausende hinweg die Granitfelsen der Nord-Ost-Küste in vielfacher Weise geschliffen und so die Betrachter anregt, nach Bildern und Formen zu suchen. Beim Besuch der nördlichsten Spitze Capo Testa waren die Umrisse der Nachbarinsel Korsika über die Meerenge sichtbar. Vom alten Leuchtturm boten sich weitere wunderbare Ausblicke auf die pittoreske Landschaft. Der anschließende Spaziergang durch die nahegelegene Stadt Santa Teresa di Gallura lud ein zum ersten Verzehr italienischen Eises oder dem Stöbern in den zahlreichen Boutiquen, die vor allem heimische Korkprodukte im Angebot haben.

 

Am folgenden Tag steuerte der Busfahrer Antonello gen Süden zu der Tropfsteinhöhle nahe von Cala Gonone. Bei einem kurzen Rundgang durch den Ort zogen die hier auf einander treffenden weiß strahlenden Karst- und schwarzen Lavafelsen die Aufmerksamkeit auf sich. Mittels eines Bootes konnte anschließend der Eingang der Grotte Bue Marino erreicht werden. Der Name geht auf die einst dort ansässigen Mönchrobben zurück, die dem Trubel wichen. 800 Meter des insgesamt 75 Kilometer langen Höhlensystems sind touristisch zugänglich und die Ausgestaltung der Stalagmiten und -titen regten die Phantasie an.

 

La Maddalena hieß das Ausflugsziel des dritten Reisetages. Doch zuvor wurde noch der Bärenfelsen besucht. Unter dem „Bauch“ des Bären konnte man bereits einen Blick auf die Insel werfen. Die Bedeutung von La Maddalena stieg im 18. Jahrhundert, als dort ein Marinestützpunkt angelegt wurde. Die wirtschaftliche Bedeutung der Marine wird heutzutage durch den Tourismus abgelöst. Das Archipel ist stark mit dem Freiheitskämpfer Garibaldi verknüpft, der auf der Nachbarinsel Caprera 26 Jahre seines Lebens verbrachte und ein Museum erinnert an sein Leben und seine politische Einflussnahme. 

 

Die Ernte der Rinde von Korkeichen sowie deren Verarbeitung führte die Gruppen in den westlicheren Teil von Nord-Sardinien. In Tempio Pausania sind verarbeitende Korkbetriebe ansässig und vertreiben ihre Fabrikate weltweit. Der Besuch in einer Manufaktur zeigte den Reisenden anschaulich die vielfältige Produktpalette. Beim anschließenden Besuch von Castelsardo stand die dort typische Korbflechterei und die Besichtigung der Zitadelle mit ihren mittelalterlichen engen Gassen auf dem Programm. Auf der Rückfahrt wurde noch ein kurzer Stopp am Elefantenfelsen eingelegt. Dieses imposante Gebilde wurde vom Wind modelliert und steht weithin sichtbar über einer weiten Ebene.

 

Um 5000 Jahre zurückversetzt, fühlten sich die Besucher in einer Nuraghe. Die Ausgrabung der bronzezeitlichen Siedlung ist erst im Anfangsstadium begriffen und unter der Erde warten sicherlich noch viele der Rundbauten auf ihre Freilegung. An der Costa Smeralda mit dem Hauptort Porto Cervo tummelt sich im Juli und August die High Society und zieht das Interesse vieler Touristen auf sich. Dazu gehört das Bestaunen der riesigen Jachten, das Flanieren durch die Geschäftsstraßen und das Bestaunen der Villen. Der arabische Prinz Karim Aga Khan IV legte in den 60-er Jahren den Grundstein und sorgte indirekt dafür, dass in den sardischen Küstenorten keine Bettenburgen gebaut werden dürfen, ebenso sollen sich die Objekte in die Landschaft einfügen. Dadurch erhalten sich die Ferienanlagen einen besonderen Charme.

 

Bevor wieder die Heimreise angetreten werden musste, stand noch der Besuch des Landesinneren mit den Orten Nuoro und Orgosolo aus. Nuoro ist das Tor zur Barbagia, Bischofssitz und der Geburtsort der einzigen italienischen Literatur-Nobelpreisträgerin. Die Schriftstellerin Grazia Deledda konnte vor 100 Jahren die Jury überzeugen und ist sehr präsent in dem auf einem hohen Kamm gelegenen Ortes. Orgosolo zieht die Besucher mit seinen international- und regionalpolitischen Wandmalereien an. Hier hatte ein Lehrer mit seinen Schülern in den 70-er Jahren begonnen, Proteste durch das Bemalen der Hauswände zum Ausdruck zu bringen. Den Höhepunkt des Tages bildete ein Hirtenessen. Ein Kreis aus Feldsteinen bot ausreichend Sitzgelegenheit und die Hirten verteilten Bretter, kleine Tonbecher und geschnitzte Gabeln an die Hungrigen. Nun waren alle ausgestattet, um die traditionellen Speisen zu verzehren, die aus Spanferkel, Lamm, Salami und dem besonderen Hirtenbrot bestanden.

 

Mit diesen schönen Erlebnissen im Gepäck kamen alle Reisenden wohlbehalten in ihre Heimatorte zurück.

 

 

„Sauberes Wasser – Welchen Beitrag liefert die Landwirtschaft“

 

Zu diesem Thema hatte am 12. Mai der Kreisverband der LandFrauen Celle den Geohydrologen Professor Dr. Tobias Licha von der Ruhr-Universität Bochum mit seinem Vortrag eingeladen. In Eschede im Deutschen Haus fanden sich am frühen Abend zahlreiche Interessierte ein, um diesen zu hören.

 

Eingangs verwies der Professor auf einen Artikel aus „Die Welt“, der titelte, dass Wasseranalysen zeigen, was die Ärzte verschreiben. Es sind Schmerzmittel, Anti-Epileptika, Betablocker und Antibiotika darin zu finden. Ebenso tauchen Substanzen aus Wasch- und Spülmitteln, Körperpflege- und Lifestyle-Produkten in den Proben auf. Das Gleiche gilt für Biozide und Schädlingsbekämpfungsmittel, die in Form von Pflanzenschutzpräparaten keine Zulassung durch das Bundesamt für Landwirtschaft und Verbraucher mehr erhalten, die aber dürfen weiterhin als Rattengift und Insektenspray genutzt werden. Deutschlandweit entspricht die Verwendung von Arzneimitteln und Bioziden der dreifachen Menge der landwirtschaftlich genutzten Präparate.

 

Pflanzenschutzmittel werden nur für einen gewissen Zeitraum erlaubt und die weitere Zulassung muss erneut beantragt werden. Dies gilt nicht für Medikamente in der Humanmedizin. Wenn die Erlaubnis einmal erteilt wurde, können sie nicht mehr verboten werden. Ebenso müssen diese Pharmaka nicht einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden und es werden statt Grenzwerten nur Empfehlungen ausgesprochen.

 

Landwirte sind verpflichtet Reste von Pflanzenschutzmitteln ordnungsgemäß zu entsorgen, während die Abwässer der Kanalisation häufig Spuren von Medikamenten aufweisen.

 

Der Referent forderte diesbezüglich ein Verbot und empfahl die Entsorgung über den Hausmüll. Das Kanalisationssystem ist inzwischen marode und 30-40 % der Abwässer gehen auf dem Weg zu den Kläranlagen verloren, genauso die darin befindlichen Wirkstoffe und gelangen ins Grundwasser. Weiterhin fehlt vielen der Anlagen die vierte Reinigungsstufe, um die enthaltenen Wirkstoffe herauszufiltern.

 

Anhand mehrerer Beispiele machte der Herr Prof. Dr. Licha deutlich, dass bei belasteten Gewässern zuerst der Landwirtschaft die Schuld zugewiesen wurden. Nach der Analyse erwiesen sich andere Faktoren als deren Urheber.

 

Um die Wasserqualität zu verbessern, erläuterte der Referent, ist es wichtig, nach den tatsächlichen Ursachen der Belastung zu forschen. Deren Systeme aufzudecken, die Verursacher zu benennen und gezielte Maßnahmen dagegen zu ergreifen.

 

Schließlich riet der Professor den Anwesenden bei Schmerzen zu Ibuprofen zu greifen, statt zu Diclofenac. Bei den beiden Medikamenten ist der gleiche Wirkstoff enthalten, doch die chemische Komposition von Diclofenac kann Leberkrebs bei Fischen verursachen und ist schwerer abbaubar.

 

Nach diesem faktenreichen Vortrag hatte Ann-Katrin Berkhan das Vergnügen Herrn Prof. Dr. Licha für die vielfältigen Informationen mit einem kleinen Präsent zu danken.

KreislandFrauen tauchen ein in eine andere Welt

 

Am Dienstag, den 08. April um 13.00 Uhr trafen die LandFrauen und einige Landmänner pünktlich an der Wache zum Scheibenhof des Truppenübungsplatzes Bergen ein. Hier wurden sie schon vom Hauptmann René Sommer erwartet, der während der Busfahrt über den Truppenübungsplatz Bergen der Reisegruppe Sehenswürdigkeiten, Geschichte und militärische Nutzung näherbringen wollte.

 

Bei einer kleinen Runde über den Scheibenhof, wo die für den militärischen Betrieb notwendigen Handwerksstätten angesiedelt sind, erfuhren die Teilnehmenden, dass ca. 600 zivile Mitarbeiter für einen reibungslosen Ablauf des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums sorgen. Neben den verschiedenen Instandsetzungen, einer Fernmeldewerkstatt, einer Klempnerei, einer Tischlerei, einer Schlosserei, eines Sägewerkes, einer Feuerwehr gibt es auch den Arbeitsplatz für eine Ökologin.

 

Über die Panzerringstraße, vorbei an den Orten der damaligen Gräueltaten, durfte die Schranke zum Inneren des Geländes passiert werden. Hauptmann Sommer erläuterte während der Fahrt die geschichtlichen Abläufe von der Enteignung und Vertreibung der 6335 Menschen, die in 24 Ortschaften lebten, dem Baubeginn und Inbetriebnahme der Anlage. Heute erstreckt sich der „Platz“ über ca. 25000 ha. Die Nordsüd-Ausrichtung beträgt 23 km und die Ostwest-Ausrichtung 17 km.

 

Schon bald war die weiße Fassade des inzwischen baufällig gewordenen Schlosses Bredebeck zu sehen. Das Schloss, welches in den ersten Jahren des vorherigen Jahrhunderts erbaut wurde, diente nach dem Krieg den ansässigen britischen Regimentern als Offizierskasino. Gelegentlich wurde es auch als Gästehaus für Mitglieder der britischen Königsfamilie genutzt. Nach dem Abzug der Briten wurde das Anwesen 2015 wieder zurückgegeben. Das jährlich stattfindende Volksradfahren hat hier einen seiner Startpunkte. Jeweils am ersten Wochenende im August ist es möglich per Fahrrad die Gegend auf drei unterschiedlichen Routen, die 23 bis 76 Kilometer betragen, zu erkunden. Dieses Angebot erfreut sich zunehmender Beliebtheit und im vergangenen Jahr verzeichneten die Veranstalter über 6000 Teilnehmer. 

 

Bei der Weiterfahrt durch Wälder, Heidelandschaften und an den Panzerübungsstrecken erfuhren die Teilnehmenden, dass 8 Revierförster und Forstarbeiter die Bewirtschaftung der Gehölze ausüben. Ebenso ist die Verwaltung verpflichtet einen gewissen Prozentsatz der Fläche landwirtschaftlich zu nutzen. Das hier erzeugte Getreide wird aber nicht vermarktet. Der Schafmoorsee, der eine Tiefe von 9 Metern aufweist, ist an Angler verpachtet. An schiessfreien Tagen dürfen diese ihren Sport dort betreiben. Auch haben Imker haben die Erlaubnis Bienenkörbe aufzustellen und Honig zu ernten, während Schäfer ihre Herden in den Randbereichen weiden lassen dürfen.

 

In der Nähe von Ostenholz schließt sich der nationale Teil des „Platzes“ an das NATO-Gelände an. An der dortigen Kirche liegt ein Findling, der so genannte „Hohe Stein“. Er ist seit ältester Zeit als Riese von Hanglüß, nach seinem Fundort, einem Hügel nahe Hanglüß, bekannt. Sein Gewicht beträgt ca. 50 Tonnen und er benennt alle Ortschaften, die in den 30er Jahren weichen mussten.

 

Von Ostenholz aus führte der Weg zu den Sieben Steinhäusern, einer Gruppe von fünf Großsteingräbern, die ca. 3500 – 2800 v. Chr. errichtet sein sollen und 1823 unter Kulturdenkmalschutz gestellt wurden.

 

Über den Grenzweg, der einst die Grenze zwischen dem heutigen Heidekreis und dem Kreis Celle bildete, ging es weiter zum ehemaligen Gut Achterberg. Hier hatten fleißige Hände Tische und Bänke aufgestellt, an denen der mitgebrachte Kaffee und Kuchen genossen werden konnte. Obwohl von der einstigen ausgedehnten Erholungslage nur noch die verfallenen Toreinfahrten zeugen, bot der Ort viel Sehenswertes. Ein Findling und ein kleines Häuschen erinnern an den Generaloberst Freiherr von Fritsch, der aufgrund seines Widerspruchs zu den Kriegsplänen von Hitler in Ungnade fiel. Zum ehemaligen Gut gehörte ein großer Garten mit alten Obstbäumen. Mit Ende der 1980er Jahre entdeckte man, dass die Obstbäume der ehemaligen Dörfer trotz der Vernachlässigung sehr robust und ertragreich waren. Mittels eines Pomologen konnten die meisten Sorten bestimmt werden. Einige sind noch immer unbekannt. Es handelte sich um 37 Apfel-, 25 Birnen-, 3 Kirschsorten und einer Pflaumenart, die an die Gegebenheiten der Heideregion optimal angepasst sind. Im Handel sind diese Sorten sehr selten erhältlich und somit schaffte man hier einen Gen-Pool, indem Reiser abgenommen und auf junge Unterlagen aufgepfropft werden können.  Hinter einen wildabweisenden Zaun werden diese Sorten nun auf einer Fläche von 1,75 ha erhalten. Inzwischen werden auch soweit möglich an den Stellen der ehemaligen Orte Obstbäume gesetzt, um einen weiteren Hinweis auf deren vergangener Existenz zu geben.

 

Unweit der Gutsanlage, wo sich auch die ehemaligen Teiche befinden, haben sich ein Seeadler- und ein Steinadlerpaar angesiedelt. Um dieser Spezies ausreichend Ruhe zu gönnen, wird in der Umgebung zur Brutzeit nicht geschossen. 

 

Bevor besondere Schießbahnen in Augenschein genommen wurden, rollte der Bus über die ursprüngliche B3. Deren Abschnitt wurde bei der Einrichtung des „Platzes“ weiter östlich verlegt und die ehemalige Trasse erinnert eher an eine Grüne-Plan-Straße denn an eine Bundesstraße.

 

Auf dem NATO-Gelände stehen den 23 Schiessbahnen unterschiedlichster Ausführung zur Verfügung. Bei der Fahrt über zwei der größten Übungsplätze erläuterte Hauptmann Sommer die technischen Gegebenheiten. Während eine Anlage schon vollkommen elektrifiziert ist, werden auf den Übrigen die Ziele per Seilzug bedient. Aufgebaute Hausattrappen sollen das Training möglichst authentisch für die vielen Anforderungen gestalten. Der Hauptmann wies ebenfalls auf schwer erkennbare Installationen aus der Vorkriegszeit hin, an denen die Wehrmacht übte. Beeindruckend sind in den weiten und welligen Ebenen die ausgebrannten Panzer und die vielen Brandstellen, die die Munition hinterlassen hat.

 

Nach 4 ½ Stunden und etwa 180 gefahrenen Kilometern nahm der Bus wieder Kurs auf den Ausgangsort, den Scheibenhof. Die LandFrauen dankten Hauptmann Sommer mit einem kleinen Präsent für die überaus informative Führung über den Truppenübungsplatz. Herr Sommer gab sein vielfältiges Wissen anschaulich weiter und ließ keine der vielen weiteren Fragen offen.

 

 

Kreisverband lud die Ortsvertreterinnen und Vorstände der LandFrauenvereine zu einem besonderen Nachmittag ein.

 

 

 

Ann-Katrin Berkhan begrüßte am 21. März im Heidehof Thalau in Ahnsbeck die Geladenen, die mit einem erwartungsvollen Lächeln eingetroffen waren, und betonte erneut, wie wichtig die Ortsvertreterinnen für die Vereine sind. Sei es die Gratulation zu einem besonderen Geburtstag, die Weitergabe von Informationen und auch die Werbung zur Mitgliedschaft.

 

Mit einem Zitat von Mutter Teresa machte sie ihnen weiter Mut für ihre Aufgabe: „Es geht nicht um das, was wir tun oder wie viel wir tun. Sondern darum, wie viel Liebe wir in das Tun legen.“

 

Ebenso begrüßte sie die Präsidentin des Landesverbandes der LandFrauen, Frau Elisabeth Brunkhorst, die nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken aus der Arbeit des Verbandes unter dem Motto: „Heute an morgen denken, damit das Übermorgen eine Chance hat,“ berichtete.

 

Beginnend mit der Vorstellung der Strukturen über die Ortsvereine, den Kreisverbänden, den Landesverbänden und dem Bundesverband erläuterte sie die Schwerpunkte der Einzelnen beim Bildungsangebot und der Interessenvertretung für bundesweit 400.000 Frauen. Anhand persönlicher Erfahrungen machte sie deutlich, wie wichtig es ist, in hauptsächlich männerdominierten Gremien die Gesellschaft mitzugestalten, um die seit 1949 im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung durchzusetzen und überholte Rollenbilder aufzubrechen. Dies erfordert Mut. Denn Gremien, die den Spiegel der Gesellschaft abbilden, haben erheblich höhere Chancen, etwas zu bewegen. Ein Zitat vom Dalai Lama unterstrich die Wirkung des Einflusses des vermeintlich Kleinsten: „Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“

 

Ihre Schlussworte begannen mit einem Zitat von Victor Hugo, dem Autor des Grafen von Monte Christo: „Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“

 

In einer Zeit, in der ländliche Regionen mit Herausforderungen wie dem demografischen Wandel, der Abwanderung junger Menschen und dem Strukturwandel kämpfen, sind LandFrauen unverzichtbare Treiberinnen des Wandels. Wenn LandFrauen die Zukunft mitgestalten, werden die Veränderungen nicht nur durch die Politik kommen. Wenn LandFrauen ihre Kräfte, ihre Ideen und ihr Wissen bündeln, und sich jede mit ihren Stärken einsetzt – kann aus dem scheinbaren Chaos eine neue Ordnung entstehen. Auch wenn der Weg nicht immer einfach ist. Durch die Vielfalt der LandFrauen auf verschiedenen Ebenen, ihren Projekten, ihren Veranstaltungen und Gesprächen vor Ort können langfristige Veränderungen für kommende Generationen bewirkt werden. Dies würde Frau Brunkhorst in ihrem Amt und Aufgaben bestärken. Sie forderte die Zuhörerinnen auf: „Bleiben Sie die starken und mutigen Frauen, die das Leben in unseren Dörfern bereichern und unsere Gesellschaft so wertvoll machen!“

 

Im Anschluss an den mitnehmenden Vortrag durfte die Kreisverbandsvorsitzende besondere Ehrungen vornehmen. Im vergangenen Jahr haben zwei Ortsvorsitzende die Leitung ihrer Vereine in andere Hände übergeben. Klaudia Piliptschuk aus Wathlingen war leider krankheitsbedingt verhindert, aber Annelise Stadie aus Celle durfte die Aufmerksamkeit persönlich entgegennehmen.

 

Bevor das Schlusswort das Ende der Veranstaltung einläutete, machte Ann- Katrin Berkhan noch auf das neue Projekt „Nesteldecken“ aufmerksam. Hierbei handelt es sich um kleine Decken, die an Demenz erkrankte Menschen weitergegeben werden sollen. Die Teilnehmerinnen konnten sich Anregungen zur Gestaltung an verschiedenen Modellen auf einen eigens bereit gestellten Tisch holen. Die Eicklinger LandFrauen hatten spontan Stoffe zur Mitnahme beigesteuert.

 

Weiterhin lud sie ein zum Erntebitt-Gottesdienst, der am 27. April in der Halle von Carsten Knoop in Groß Hehlen stattfindet und machte auf die Gartenfahrt des Kreisverbandes in Juni aufmerksam.

 

Beim Schlusswort bezog sich die 2. Kreisvorsitzende Ute Tietje auf den Vortrag von Elisabeth Brunkhorst und erzählte von ihrem Traum, den sie sich im Alter von 50 Jahren erfüllte. Statt diesen noch länger vor sich herzuschieben, nahm sie ihren Mut beisammen und begann ein Studium, das sie beruflich noch viele Jahre umsetzen konnte.

 

 

LandFrauen frischen Wissen um die Hygiene auf

 

Wenn es um die kulinarischen Aspekte von Veranstaltungen geht, sind die LandFrauen meist die ersten Ansprechpartner. Darum ist es ausgesprochen wichtig, das Wissen um die Hygiene immer wieder aufzufrischen.

 

Aus diesem Grunde bot der Kreisverband am 27. Februar im Gasthaus Pröve in Eicklingen in entspannter Atmosphäre eine Schulung zu diesem Thema mit der äußerst kompetenten Expertin Anke Ströver an. Sie versteht es auf sehr humorvolle Art und Weise ihre Kenntnisse und Erfahrungen an die Frau und den Mann zu bringen.

 

Mittels eines Quiz stimmte sie die Zuhörenden auf die kleinen Organismen ein. Unvorstellbar, dass bis zu 100 Millionen auf einem silbernen Stecknadelkopf Platz finden und dass die im und auf dem menschlichen Körper befindlichen Bakterien ein Gewicht von 2 Kilogramm aufweisen.

 

Die Referentin verdeutlichte anhand von diversen Beispielen, worauf es ankommt, wenn Nahrungsmittel außerhalb des eigenen Haushalts und für größere Gruppen zubereitet sowie angeboten werden. Hierbei handelt es sich darum, dass Salmonellen, Shigellen, Campylobacter, Rotaviren, Listerien und Noroviren der Kampf angesagt wird und ihnen keinerlei Verbreitungsmöglichkeit gegeben wird.

 

Alle Beteiligten müssen gesund sein, der Transport soll mittels geeigneter Behältnisse gesichert sein und die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden. Weiterhin muss sichergestellt werden, dass jederzeit Auskunft über die Zutaten der angebotenen Ware erteilt werden kann.

 

Schließlich unterrichtete Frau Ströver die Teilnehmenden noch über die richtigen Arbeitsmaterialien und die Desinfektion der Hände. Zu guter Letzt war jede/r eingeladen, unter Schwarzlicht zu überprüfen, ob das Desinfektionsmittel die gesamte Handfläche erreicht hatte. Es gab manchen AHA-Moment dabei.

 

Mit einem kleinen Präsent dankte Ann-Katrin Berkhan Frau Ströver für den unterhaltsamen und somit einprägsamen Vortrag. Es wurde bereits die nächste Wissensauffrischung um das Thema „Hygiene“ ins Auge gefasst.

 

 

Frauenpower Baumarkt ging in die zweite Runde

 

Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit den Jungen Landfrauen.

 

Am 11.2.2025 trafen sich 31 garteninteressierte LandFrauen in Hermannsburg, um Wissen rund um den Garten aufzufrischen.

 

Es waren verschiedene Stationen aufgebaut, um das Angebot möglichst breit zu gestalten und möglichst viele Fragen beantworten zu können.

 

An der ersten Station erfuhren wir alles über die Düngeeigenschaft von Schafwolle und Wasserspeicherkraft, eine LandFrau konnte hier auch aus eigener Erfahrung berichten. Danach gab es ein Quiz. Es ging um Garten und kuriose Begebenheiten, so dass auch mal geschätzt und geraten werden durfte.

 

An den anderen Stationen wurden alle Fragen um Hochbeet, Gemüseanbau, Rasen und Rosenpflege beantwortet.

 

Beton gießen, ein kreatives Thema, bleibt immer aktuell. Es wurde gezeigt, wie Pflanztüten gegossen und gestaltet werden können.

 

Zuletzt standen die verschiedenen Möglichkeiten der automatischen Bewässerung im Fokus. Es gibt viele verschiedene Lösungen, um auch unter anderem die Nachbarschaft von Gießaufträgen in der Urlaubszeit entlasten zu können.

 

So verging die Zeit im Fluge und alle gingen gut gestärkt und vor allen Dingen gut informiert in die neue Gartensaison.

 

Unser besonderer Dank gilt dem Team des Bauzentrum Hermannsburg, die uns wieder mit vielen Leckereien verwöhnt haben. Beim nächsten Mal sind wir natürlich wieder dabei.

 

 

Brillen für Bedürftige und Spende für das Frauenhaus

 

Kreisverband der LandFrauen und die Ortsvereine präsentierten sich am 11. und 12. Dezember auf dem Celler Weihnachtsmarkt. Zu diesem Zweck wurde für zwei Tage eine Wechselbude angemietet.

 

Schnell war die Auslagefläche mit Produkten der einzelnen Ortsvereine und des Kreisverbandes gefüllt. So waren besondere Sterne, Kekse, Hochzeitssuppe, Marmelade, kleine Wohlfühlpakete, Grußkarten und, und, und … aus den „LandFrauen-Werkstätten“ erhältlich. Nebenbei konnten sich die Besucher auch über die Angebote des Kreisverbandes und der Ortsvereine informieren.

 

Als zusätzliches Highlight nahmen die LandFrauen auch nicht mehr genutzte Brillen und Lesehilfen entgegen und boten ein Spendenglas zur Unterstützung der Arbeit des Frauenhauses an.

 

In den ersten Tagen des neuen Jahres konnten drei große Kartons gefüllt mit Brillen an die Brillen-Diele in Lachendorf übergeben werden. Die Brillen werden nach einer Kontrolle und etwaigen kleinen Reparaturen weiter in die Entwicklungsländer verschickt, um dort die Leseschwächen der Menschen auszugleichen.

 

Am 23. Januar trafen sich drei Kreisvorstandsmitglieder in den Beratungsräumen des Frauenhauses um den Ertrag des Weihnachtsmarktes in Höhe von 2000,- € an eine der Mitarbeiterinnen zu überreichen. Im anonymen Frauenhaus Celle finden Frauen und ihre Kinder neben Schutz und Hilfe auch eine vorübergehende Wohnmöglichkeit, unabhängig von Kulturkreis, Herkunft und Nationalität.

 

Die Frauen, die ins Frauenhaus kommen, erhalten Beratung in ihrer Notsituation und Unterstützung bei behördlichen Angelegenheiten sowie bei der Entwicklung einer neuen Lebensperspektive. Für die Kinder gibt es Räume zum Spielen, Kreativ sein oder einfach zum Reden und es erfolgen Aktionen und Angebote, um ihnen neben dem Frauenhausalltag Momente der Freude und der Erholung zu ermöglichen.

 

Es gehört zu den Inhalten der LandFrauenarbeit die Lebenssituation aller Frauen zu verbessern und die Spendenübergaben waren ein kleiner Beitrag dazu.